Team O.i.D. auf Reisen

Team O.i.D. auf Reisen

Wenn einer eine Reise tut

Falls wir mal größer fortfahren, dann seht ihr es hier.

Tag6

Sardinien 2015Posted by Markus Sun, January 10, 2016 16:54:53

Tag 6: 06.05. 213km (1577km)

Abfahrt: 9:45Uhr

-Palau-Castelsardo-Porto Torres-Alghero-Torre Argentina-Camping Sabba Druche

Der Wind vom Vortag hat sich gelegt. Der Himmel ist leicht bewölkt und die Temperatur genau richtig zum Moped fahren.

Natürlich gibt es erst mal noch in Ruhe Frühstück und Kristina geht noch baden. Dann heißt es wieder alles gut verstauen, da es heute weiter entlang der Westküste gehen soll.

Die ersten Kilometer der Tour kennen wir ja schon vom Tag zuvor. Es geht vorbei am nördlichsten Punkt der Insel, Santa Teresa Gallura. Den Weg zum Hafen sparen wir uns aber und erreichen kurz danach die eigentliche Westküste.

Bei Spaggia di Rena machen wir einen Abstecher direkt an den Strand wo wir kurz pausieren. Dort ist wieder kein einziger Stein zu sehen sondern der ganze Küstenstreifen voller weißem Sand. Sieht Klasse aus.

Bei der Weiterfahrt nach Castellsardo geht es recht zügig über eine gut ausgebaute Landstraße. Halten schon mal langsam nach einer Tankstelle Ausschau.

Fast direkt auf unserem Weg liegt der Rocca di Elefante.

Dort angekommen kurze Pause und Foto vom Steineren Elefanten gemacht. Kurz danach kommt dann auch schon die Reserve Lampe um uns ans Tanken zu erinnern. Aber in Castellsardo gibt es ja bestimmt eine Tankstelle. Der Ort ist eine kleines, verschlafenes Hafendorf mit schönen Häusern und Gassen.

Sogar eine Tankstelle gibt es dort. Also Anker werfen und rein in die Tanke. Na Klasse, es gibt hier nur noch Diesel. Bleifreier Sprit ist gerade aus. Was es alles gibt!

Für knapp 50 km haben wir ja noch Benzin und fahren weiter Richtung Porto Torres.

Die Landstraße dort hin ist eher langweilig, aber eine Tankstelle hat sie! Also wieder Stopp und ran an die Zapfsäule. Erst mal voll gemacht das Spritfass und Kristina rein zum zahlen. Als Sie wieder raus kommt ist Sie etwas irritiert. Der Benzinpreis war viel teuerer als an der Anzeige.

Na klar……….ich hab mal wieder übersehen das ich an die „Servizio“ Säule gefahren bin. Dort kommt üblicher Weise der Tankwart und übernimmt das betanken, was man sich aber auch bezahlen lässt. Beim nächsten Mal an die richtige Säule!

In Porto Torres fahren wir nicht direkt ins Zentrum, sondern weiter nach Alghero.

Bei der Durchfahrt landen wir zufälliger Weise auf der Hafenpromenade. Sehr schöne Stadt und schöner Hafen. Alles rausgeputzt, aber nicht übertrieben auf Nobel gemacht. Gefällt uns.

Direkt nach der Stadt auf der Küstenstraße ändert sich die Landschaft wieder schlagartig! Auf der linken Seite steile, schroffe Berge. Auf der anderen Seite eine wilde Felsküste.

Alle paar Kilometer zum Gaffen der schönen Landschaft angehalten! Da wir uns am Abend zuvor immer mit den Infos aus dem Reiseführer versorgen, halten wir schon seit Alghero Ausschau nach den Geiern, die es hier geben soll.

Mal wieder angehalten zum Staunen der schönen Landschaft und da am Himmel: ein riesiger Vogel!

Tatsächlich, ein Geier nutzt die Thermik der Steilküste und schraubt sich auf der Suche nach Essbarem in die Höhe. Sagenhaft!

Bei meinen Hausaufgaben hab ich schon festgestellt, daß es an der Westküste nur wenige Campingplätze gibt. Um nicht in einer Nachtfahrt zu enden, beschließen wir beim nächst möglichen Platz zu fragen. Die Straße steigt immer wieder ein Stück die Steilküste hinauf um kurz danach wieder hinunter- fast auf Meereshöhe zu kommen. Bei eben solch einer Abfahrt, entdecken wir fast am Strand ein WoMo. Kurz darauf ein Wegweiser zu einem Wohnmobilstellplatz. Bei der Anmeldung packt Kristina wieder all Ihr Italienisch aus, um nach Preis, Restaurant/Bar und kleinem Supermarkt zu fragen. Die Frau grinst nach einiger Zeit und sagt auf DEUTSCH:

Sie haben so schön italienisch gesprochen, da wollt ich nicht unterbrechen. Kurz um, wir bleiben. Es gibt zwar nur eine Strandbar und keinen Laden, obwohl wir eine Gaskartusche bräuchten, aber der Platz ist herrlich! Direkt am Meer und außer uns nur noch ein kleiner VW-Bus.

Ich baue mal, bei einem Ichnusa (sardisches Bier), unser Hotel auf und Kristina kontrolliert den Zustand vom Meer. Danach geht’s zur Strandbar. Heute ist mal wieder unser Mittag ausgefallen und wir haben Hunger. In der Bar gibt es aber nur Nudelgerichte und Baguette´s. Beides wird probiert, schmeckt auch!

Uns ist noch nach einem Wein für den Abend. Kurzer Hand den Kellner bequatscht. Der gibt uns eine Liter Karaffe Rotwein mit, mit der Bitte, diese am Morgen wieder zu bringen und hat auch Weißbrot.

Der Abend und Frühstück ist gesichert!

Anschließend sitzen wir noch mit Vino della Casa am Zelt und genießen den Abend mit herrlichem Sonnenuntergang über dem Torre di Argentina.

Wieder ein schöner Tag mit tollen Eindrücken.

Tag5

Sardinien 2015Posted by Markus Sun, January 10, 2016 16:48:13

Tag 5: 05.05. 252km (1364km)

Abfahrt 9:45Uhr

Tagestour vom Platz aus

-Tempio- Monte Limbara-Lago Canghina-Berchida-Golfo Aranci-Costa Smeralda

Beim Zelten übernimmt man recht schnell den Rhythmus der Natur. Wenn es dunkel ist schlafen gehen, am Morgen bei Zeiten aufstehen. Haben gut geschlafen und freuen uns über das neue Zelt. Hatten vor dem Urlaub wegen Langeweile in der Arbeit und Regensonntage noch nicht mal Zeit zum testen. Das Wetter ist herrlich.

Während ich schon mal Kaffee und Frühstück mache, geht Kristina erst mal baden. Schon bald kommt die Lust auf Erkundung zu gehen.

Wählen eine Rundtour in die angrenzenden Berge. Da ich ja gestern keinen Foto mit hatte, fahren wir heute zusammen noch mal zur Burg hoch. Dann geht es weiter ins Landesinnere. Erst führt die Straße durch Weide- und Ackerland, um nach Tempio, wo wir Pause machen, langsam in ein Tal aufzusteigen. Ein kleiner Schotterabzweig lädt uns zu einem Abstecher an der Talflanke ein. Auf halber Höhe machen wir Stopp. Knippsen und genießen die tolle Landschaft. Gleich neben dem Weg steht überall Dill.

Weiter geht’s zum Monte Limbara. Am Abzweig noch kurz die Karte studiert und rauf geht’s. Die Straße windet sich im unteren Teil mit ettlichen Serpentinen in die Höhe. Im oberen Teil wird sie schmäler, der Belag etwas schlechter, aber immer noch im Wald. Erst kurz bevor wir den Gipfel erreichen machen die Bäume dem herrlichen Ausblick in die umliegenden Berge Platz. Super. Schießen Fotos und Gaffen mal wieder in der Gegend rum!

Es ist mittlerweile Mittag und es hat schon 27 Grad. Kurz vor dem Lago Conghina machen wir Trinkstop aus unserem Camelbag (Trinkrucksack), was hinten draufgeschnallt ist. War auch eine gute Idee den mitzunehmen. Von dort an geht es auf Nebenstraßen durch uralte Korkeichenwälder wieder Richtung Norden. In Berchida ist es dann mal wieder Zeit zum Tanken. Daneben ist auch gleich eine kleine Bar. Was der Anfang unserer Urlaubsgewohnheit werden sollte.

Erst sind wir fast ein wenig traurig, als außen auf der Terrasse kein Platz mehr ist. Als wir dann drinnen feststellen, dass es kühler ist, sind wir froh drum. Es gibt Cappuccino, Cola, Wasser und Panini. Echt lecker und günstig.

Erfrischt und gestärkt geht es weiter. Drehen eine Ehrenrunde in der Ortschaft bis wir die richtige Ausfallstraße finden. Kurz darauf wird die Straße dann zur Schotterpiste. Es scheint als wäre die alte Straßenführung, aber ohne Asphalt, teils noch vorhanden. Immer wieder gehen schmälere Abzweige von der Breiteren, an sich ziemlich geraden Schotterpiste ab, um kurz darauf nach etwas Geschlängel wieder auf Selbiger zu landen. Bei einer der schmalen Abzweige entdecken wir am Straßenrand an einer Felsmauer einen Brunnen. Gleich mal Anker werfen und die Einladung mit der Abkühlung dankend annehmen.

Doch nur ein paar Meter nach der Erfrischung treibt uns eine diesmal sehr ausgeswaschene und steile Auffahrt, zurück auf die Piste, den Schweiß ins Gesicht. Kristina bleibt hinten ganz ruhig und ich vertrau mal auf unsere eher grobe Bereifung und lass Pirelli mal machen. Ging ganz gut, was Vertrauen für mehr machen sollte. Die Piste geht dann noch ein paar Kilometer weiter, bevor sie wieder zu einer Nebenstraße wird. Da wir gestern bei Nebel so gut wie gar nichts von der Fahrt nach Palau gesehen haben, wollen wir dies am Rückweg noch nachholen.

Kurz nach Olbia biegen wir zum Golfo Aranci ab. Schöner Küstenabschnitt, aber alles noch zu. Fast Menschenleer. Weiter an der Costa Smeralda wird die Küste fast noch etwas schöner. Man kommt nur nicht hin. Aus der Ferne kann man die tollen Buchten erahnen, wo im Sommer die „Reichen und Schönen“ ihre Boote hinschaukeln.

Ist ganz nett, muss man aber nicht haben. Am Rückweg noch ein kurzer Stopp in Arzachena um uns mit einer Reserve Gaskartusche auszurüsten. Da im Vorfeld alle einschlägigen Info-Quellen behauptet haben, in Europa sei es kein Problem Schraubkartuschen zu bekommen, waren wir noch recht zuversichtlich.

Versuch Nummer eins in einem Marine Shop. Der freundliche Herr hat zwar keine, verweißt mich aber in einen anderen Laden. Dort angekommen finde ich mich in einem Baumarkt wieder. Der typische Deutsche! Sogar im Urlaub im Baumarkt! Dort gab es natürlich auch nur die üblichen Stechkartuschen. Naja…..wir haben ja noch Gas und am nächsten Platz gibt es bestimmt einen Laden.

Bevor wir zurückfahren noch schnell in den Supermarkt.

Dann am Platz werf ich erst mal unsere Kaffeemaschine an, während Kristina baden geht. Am Abend erleben wir dann mal was es heißt: heute gibt’s Mistral. Ne…..nix zum Essen!

Da pfeift der Straps, aber richtig. Gekocht haben wir dann unsere Nudeln neben den Waschräumen hinter der Mauer. Da wir aber noch nicht so richtig satt waren, und bei dem Wind nicht nochmal kochen wollten, haben wir uns noch eine Pizza aus dem Restaurant geholt. War auch sehr lecker. Den Rest vom Abend verbringen wir dann noch im Zelt.

Schöne Tour, toller Tag.

Tag4

Sardinien 2015Posted by Markus Sun, January 10, 2016 16:42:56

Tag 4: 04.05 50km (1112km)

Abfahrt 7:45Uhr

-Olbia-Palau-Camping Acapulco

Wir haben sehr gut geschlafen. Bei der Überfahrt eine Kabine zu haben ist echt Luxus. Wir sind ausgeschlafen und ausgeruht. Sicherheitshalber wurde sogar der Wecker gestellt. Keine zwei Minuten später ging dann auch schon die Durchsage los, guten Morgen und Trallala, die eh keiner überhören kann.

Mit fast einer Stunde Verspätung legen wir in Olbia an. Im Laderaum, wie immer an alle Ecken Hektik. So als ob es für den Ersten, der von Bord kommt, einen Preis geben würde! Sollen die mal machen! Schön in Ruhe unsere Sachen wieder am Moped verstauen und dann brav in der Schlange anstellen.

Die Begrüßung am Hafen fällt im wahrsten Sinne des Wortes trüb aus. Voll der Nebel. Kaum 200 m Sicht. Aber wenigstens ist es angenehm warm.

Haben uns dafür entschieden, die Insel gegen den Uhrzeigersinn zu umrunden. Wollen heute nur ein kleines Stück Richtung Norden fahren.

Da uns die letzten drei Fahrtage doch noch etwas in den Knochen stecken und wir jetzt auch im Urlaub angekommen sind, wollen wir auf den Zuhause ausgekundschafteten Platz in Palau.

Der Weg aus der Stadt geht flott. Der Verkehr legt sich schnell und wir stochern im Trüben Richtung Palau.

Auf einer kleinen Anhöhe halten wir kurz. Langsam reißt die Sonne Löcher in den Nebel. Puhhh……so warm?! Herrlich, machen uns auf die Suche nach dem Campingplatz.

Fast ganz ohne zu verfahren stehen wir vor dem Eingangstor. Stellen das Moped ab und gehen zu der freundlichen Dame an der Rezeption. Kristina legt gleich mal richtig auf Italienisch los um alles Wichtige zu erfahren.

Klingt alles ganz gut was man uns erzählt und wir drehen erstmal zu Fuß eine Runde auf dem Platz, um Ausschau nach einem gemütlichen Fleckchen zu halten.

Finden einen herrlichen Terrassenplatz fast direkt am Meer!


Inzwischen ist der Nebel etwas aufgestiegen, aber die Sonne scheint noch nicht. Bauen unsere Burg auf und machen Kaffee und Frühstück, Kristina geht erst mal baden.

Da es hier eine Waschmaschine gibt, wollen wir gleich mal unseren Iltis der letzten drei Tage beseitigen.

So langsam verzieht sich auch der Nebel. Jetzt zeigt sich erst richtig, was für einen schönen Platz wir hier haben. Granitfelsen am Strand in allen Formen, Größen und Rottönen. Toll.

Der Große grüne Teppich neben unserer Parzelle ist auf einmal ein rosa Teppich.

Ein riesiger Fleck an Blumen, welche in der Sonne alle ihre Blüten öffnen.

Da es hier auch ein Restaurant gibt wollen wir zum Mittagessen gehen. Schnell die Wäsche auf die Leine und los.

Wir nehmen außen Platz und bestellen Nudeln. Essen schmeckt lecker und wir sind satt und faul. Nach gerade mal einer halben Stunde beim Essen haben wir uns gleich einseitig den Pelz versenkt. Klasse!

Wir kommen mit unseren Nachbarn ins Gespräch und erhalten einen Tipp, wo ein guter Supermarkt ist. Da uns der Platz gefällt, wollen wir morgen von hier aus eine Tagestour in die Berge machen und dann noch eine Nacht bleiben.

Am frühen Nachmittag mach` ich mich noch mal auf den Weg zum Supermarkt. Natürlich bin ich zu früh, weil ich mal wieder auf die Siesta reingefallen bin. Es gibt schlimmeres als mit einem Moped in so einer Gegend 40 min überbrücken zu müssenJ.

Gegenüber unserer Bucht liegt eine Burg, oben auf dem Berg. Also mal hinschauen. Das letzte Stück ist „leider“ eine Schotterstraße, die ich mir nicht zweimal anbieten lasse. Der Ausblick auf die Bucht mit unserem Platz ist super. Nur blöd, dass ich eigentlich zum einkaufen unterwegs bin und keinen Foto mit hab. Naja, der Laden sollte jetzt auf haben. Ich fahr zurück und geh mal einkaufen.

Wieder am Platz ist faulenzen vor unserem Zelt mir herrlicher Aussicht angesagt.

Am Abend noch selber kochen und dann in die Koje. Schöner erster Eindruck heute.



Tag3

Sardinien 2015Posted by Markus Sun, January 10, 2016 16:36:40

Tag 3: 03.05. 382km (1062km)

Abfahrt: 9:45Uhr

Malchesine-Verona-Modena-Luca-Pisa-Livorno

Die Nacht war gut, obwohl es etwas geregnet hat. Machen erst mal in Ruhe Kaffee und Frühstücken. Unser Zelt ist mittlerweile auch trocken und wir können packen.

Heut haben wir trotz Urlaub einen Termin!

Eine Woche vor Start unserer Reise haben wir uns für die Fähre von Livorno nach Olbia entschieden und für die Nachtüberfahrt gebucht. Mit Kabine!

Heute wollen wir der SS12 an ihr südliches Ende folgen. Aber erst heißt es mal hier wegkommen. Die Fahrt von Malchesine nach Verona (43km) dauert fast zwei Stunden. Der Gardasee kann so schön sein, wenn nicht gerade irgend ein langes Wochenende ist und halb Süddeutschland hier Urlaub macht.

In Verona verpeile ich irgendwie die Umgehungsstraße und wir bollern einmal komplett durch die Stadt. Was sich aber als Kinderspiel im Gegensatz zu den 43km vorher herausstellt.

Ein Stück nach Verona machen wir an einem Feldweg erstmal Frühstückspause. Trockenfleisch+Salami! Lecker…….

Auf der Strecke nach Modena macht man zwar gut Meter aber die Abwechslung hält sich in Grenzen. Po-Ebene halt!

In Modena herrscht an einer Kreuzung kurz Unsicherheit bis wir die SS12 wieder finden.

Keine 10 km nach der Stadt- die ersten typischen Bilder der Toskana. Weiche Hügel mit Pinienalleen und einsamen Weingütern. Herrlich! Gleich mal fotografieren. Noch nicht mal richtig angehalten, stoppt ein Auto bei uns. Ein älterer Herr im schwarzen Anzug und kreuzförmigen Anstecker erklärt uns auf italienisch irgend etwas vom Rauchen, fragt ob wir eine Panne haben, um anschließend in 16 Zügen mitten auf der Straße im Verkehr zu wenden und wieder zu fahren? Eigentlich war er ganz nett, aber auch irgendwie komisch.

Langsam aber stetig steigt die Straße zum Passo Abetone hinauf. Auch die Straße wird schmäler, ein wenig schlechter und alpiner. Mopedstraße eben!

Oben am Pass machen wir Fotopause. Im Kaffee sitzen ein paar einheimische Motorradfahrer die uns ganz genau mustern. Hmmmmm…..noch nie zwei auf ´nem Kampfelefanten gesehen!?

Der Stop ist nicht all zu lang. Obwohl schönes Wetter, ist es doch etwas frisch hier oben (ca. 1600m). Es ist auch schon fast drei Uhr und wir haben doch noch einen Termin!

Bei der Abfahrt auf der anderen Seite ist die Straße noch feucht bis nass. Hat anscheinend kurz vor uns noch geregnet. Mal Glück mit dem Wetter gehabt!

Auf der Südseite wird die Gegend einsamer und „wilder“, tolle Landschaft. In Luca machen wir unser Spritfass wieder voll. Und weiter geht’s. Die Frage von Kristina, ob ich noch irgendwo einen Kaffee trinken will, beantworte ich mit „ja“ und fahre aber trotzdem an allen Cafés vorbei. Keine Ahnung was mich da geritten hat.

Nach Luca geht es noch einmal kurz über eine kleine Bergkuppe. Von dort aus hat man Pisa unter sich liegen. Schatzi entdeckt in der Ferne den schiefen Turm. Kurz entschlossen wollen wir dort mal hin fahren. Was sich aber als gar nicht so leicht herausstellen wird.

Wer denkt man braucht nur nach Pisa hinein zu fahren, einem Wegweiser folgen, um an die Sehenswürdigkeit zu gelangen, der hat Recht!? Aber eben nur bis zur nächsten oder übernächsten Kreuzung, dann steht nix mehr. Toll! Das ganze Spiel zwei, drei Mal und dann raus aus der Stadt. Wir kommen ja am Heimweg vielleicht nochmal vorbei und haben dann mehr Zeit. Fahren raus aus Pisa weiter Richtung Livorno.

Der Plan ist vor der Fähre noch etwas zu Abend essen. Doch auf einmal sind wir schon auf dem Zubringer zum Hafen. Auch gut. Dann holen wir eben erst noch unsere richtigen Tickets und gehen dann noch was Essen. Vor den Hafengebäuden steht doch dann tatsächlich ein bepacktes Motorrad. Und ich dachte schon wir sind die Einzigen!?

Während Kristina die Tickets holt, quatsche ich etwas mit dem Seelenverwandten Tourenfahrer. Kurz danach haben wir die Fahrscheine in der Hand und wollen noch mal in die Stadt zum Essen. Wäre der Hafen nicht eingezäunt, könnte man von dort aus gleich in die Altstadt. So aber fährt man ein kleines Stück herum. Unserer Vorstellung ein Lokal zum außen sitzen mit Moped daneben, wird leider nicht erfüllt. Aussage vom Kellner: es sei noch zu kalt!? Gut, es hat nur 23 Grad. Fahren wir eben wieder zum Hafen! Dort gibt es einen Imbiss, der aber ganz gut war.

Mittlerweile ist es schon kurz vor halb neun. Wir stellen uns in die Motorradschlagen und warten aufs Einschiffen.

Ein „GS Fahrer“, aus Ulm wie sich später herausstellt, quatscht uns an: Zu Zweit… so weit… auf dem Moped…….mit den Reifen……und überhaupt ist meine Frau im Cabriolet in der anderen Warteschlage!!!!????

Was war das???? Egal, in ein paar Minuten sind wird an Bord und ihn los.

Bald geht’s auch los und wir tuckern auf den Kahn. Parkplatzeinweiser sagen wie, wohin mit uns. Klappt prima. Nur schnell die nötigsten Sachen ab, Strick um die Gute (MopedJ ) und dann ab zur Rezeption. Bekommen zügig unsere Zimmerkarte und ziehen auch gleich ein.

Herrlich. Erst mal duschen, dann noch Bierchen und ab in die Falle. War ein toller Tag!

Tag2

Sardinien 2015Posted by Markus Sun, January 10, 2016 16:31:04

Tag 2: 02.05. 315km (680km)

Abfahrt 10:00Uhr

Krün-Mittenwald-Innsbruck-Brenner-Bozen-Kalterer See-Lago di Molveno-Malchesine, Camping Toni

Das mit dem Zimmer war echt Super! Unsere Sachen sind wieder alle trocken und wir können ausgeruht, mit etwas lädierten Knochen, in den Tag Starten. Aber natürlich erst mal zum Frühstück im Haus. Lecker Buffet, alle Satt.

Das Wetter scheint sich ein wenig gebessert zu haben. Straßen sind zwar noch patsch nass, aber von oben kaum mehr Regen. Erst mal wieder in die Regenkombi.

Sind schon gespannt wie das Wetter „drüben“ sein wird. Entscheiden uns für die Strecke über die alte Brenner Straße. Da soll das Wetter noch am besten sein.

Voller Spannung starten wir, warten auf die ersten Kilometer, ob das Moped wieder läuft. Kurz nach der Grenze bei Scharnitz regnet es schon nicht mehr. Anschließend stolpern wir durch Innsbruck und halten bei einem McDonalds. Mittlerweile hat es 18 Grad und es ist trocken.

Das Beste ist: unser Moped läuft auch wieder astrein! Wird wohl doch nur ein Tropfen Wasser im Vergaser gewesen sein, der den Ausgang durch das Loch hinten am Auspuff nicht gefunden hat.

Weiter geht’s. Stolpern durch den ganzen Verkehr, Stoßstange an Stoßstange, Richtung Brenner, was mit fast 400 Kilo Lebendgewicht echt nervt. Die alte Brennerstraße macht schon mal Laune. Unsere montierten Pirelli Scorpion Rally machen auch eine gute Figur. Es sind schließlich die ersten richtigen Kurven die auch noch trocken sind.

In Matrei heißt es dann noch mal tanken, bevor es in Italien teuerer wird. Oben am Brenner ist es auch sonnig und gar kein Schnee, was wir erst dachten.

Kurz nach Sterzing, bei Mittewald, machen wir Pause an einer Nebenstraße am Berghang. Es gibt unser lecker Trockenfleisch und wir genießen die Sonne.

Weiter geht’s über Bozen zum Kalterer See. Da ist die Hölle los, weil gerade eine Hochzeit im Gange ist. Nur kurzer Stopp und weiter.

Am Lago di Molveno, nach dem ich drei mal die Zufahrt gesucht hab, geht es weiter Richtung Riva del Garda.

In Torbole trifft mich dann der Schlag. Man hat den Eindruck, alles was Räder und Urlaub hat ist heute dort unterwegs! Wir wollen noch bis Malchesine, um dort nach einen Campingplatz zu suchen. Finden auf Anhieb einen schönen Platz mit Terrassen und gepflegter Wiese. An der Rezeption holen wir uns dann noch unser Feierabendbier und kochen unsere Beutelnudeln. Sitzen noch etwas draußen bevor wir ins 1000 Sterne Hotel krabbeln.



Tag1

Sardinien 2015Posted by Markus Sun, January 10, 2016 16:25:11

Tag 1: 01.05. 365km

Abfahrt 9:00Uhr

Kth-B85-B299-Denkendorf-Augsburg-Oberammergau-Garmisch-Krün

Bewölkt, nasse Straße, kein Regen, noch nicht

So…., Urlaub!

Die Sachen sind schon gepackt und nach dem Frühstück heißt es alles aufs Moped packen. Das Wetter hat pünktlich zum Start von Sonnenschein auf Regen umgestellt, prima. Aber dann weiß man wenigstens warum man Richtung Süden fährt!

Vor Lauterhofen gibt es eine kurze Pause, um den Kaffee weg zu schaffen. In Neumarkt sparen wir uns die Durchfahrt und wählen die Umgehungsstraße. An der Tankstelle vorbei in den Kreisverkehr………Scheiße! So schnell konnte ich gar nicht reagieren und wir rutschen am Hintern mit unserem ganzen Krempel über die Straße. Alles voller Öl! Die Straße ist so glatt, dass ich alleine die Kiste gar nicht hoch krieg, weil ich ausrutsche. Fängt ja toll an!

Loch in der linken Packtasche, Tank angeschliffen (wollte ich eigentlich schon lange Schutzecken dran machen), Tripmasterschalter verbogen, Schalthebel abgefräst.

Nach ein paar Minuten entscheiden wir uns einen kurzen Stopp in Berching beim Team Chef zu machen, um alles wieder zu richten. Der schaut nicht schlecht, als wir mit unserem Kampfelefanten in seinen Hof rollen und erst mal zwei Kaffee und Zutritt zur Werkstatt bestellen!

Erstmal genaue Schadensaufnahme. Kristina hat mittlerweile einen dicken Daumen und das Kreuz verrissen. Bei mir macht sich mein linkes Knie bemerkbar, welches anscheinend zwischen Tank und Straße etwas Platzprobleme hatte! Packtaschen notdürftig mit Heißluftfön und Klebeband geflickt und den Rest wieder ausgerichtet. Noch kurz Quatschen und Kaffee, dann geht’s weiter. Mittlerweile regnet es ganz schön. Also, wenn auch wiederwillig, rein ins Ganzkörperkondom.

So 30 km vor Augsburg fängt es richtig zu schütten an. Wir sind noch weitgehend trocken, als plötzlich das Moped Zündaussetzer bekommt und dann auch ganz abstirbt!!! Ratlose Blicke unter den Tank geben auch keinen Aufschluss. Hat wohl auch keinen Bock auf das Mistwetter! Beim Druck auf den Anlasser läuft´s wieder als wäre nix gewesen. Fahren weiter nach Augsburg rein wo der ganze Spaß kurz vor einer Ampel mit drei Spuren wieder anfängt. Rechts ran, kurz warten, läuft wieder. Wenn das die nächsten Wochen so weiter geht können wir gleich am Anlasser fahren! In der Stadt, wie schon geahnt, das Selbe wieder. Grad noch so bei kirschgrün über die Ampel und rein in die Tankstelle mit Dach. Es regnet ja noch. Vielleicht doch tanken? Kann zwar eigentlich nicht sein, aber da sind schon viele drauf reingefallen. Beim Wegfahren ist erst mal alles O.K. Fahren die Landstraße Richtung Oberammergau weiter. Moped läuft. Zwischenzeitlich haben sich Lisa & Horst gemeldet und schon mal für uns ein Zimmer reserviert. Bei dem Mistwetter hat keiner so richtig Bock auf Zelten. In Oberammergau beginnt das Moped wieder mit den Zicken! Raus auf nen Parkplatz, kurz warten, geht wieder!

Bei dem Wetter hab ich aber auch keinen Bock am Straßenrand die Kiste zu zerlegen. Egal, bis nach Krün, wo unser Zimmer reserviert ist, sind es nur noch ein paar Kilometer. Die gehen auch noch. Dort kann man vielleicht im trockenen Schrauben!

Nach kurzer Suche der Adresse treffen wir uns so gegen fünf mit Lisa & Horst. Als erstes auf die Bude und raus aus den Klamotten. Das Zimmer ist gemütlich mit Blick auf die VERSCHNEITEN Berge! Naja……….müssen ja erst Morgen über die Alpen.

Wir gehen alle vier noch gemütlich zum Essen und lassen den Abend bei uns auf der Bude mit ´nem Bier ausklingen.

DANKE noch mal. Geschraubt hab ich nix mehr!

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