Team O.i.D. auf Reisen

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Wenn einer eine Reise tut

Falls wir mal größer fortfahren, dann seht ihr es hier.

Tag11

Sardinien 2015Posted by Markus Sun, January 10, 2016 17:46:10

Tag 11: 11.05. 184km (2424km)

Abfahrt 9:15Uhr

-Camping Capo Ferrato-Tertinia-Bari Sardo-Camping Torre di Bari

Die Nacht war angenehm, was uns schon bald auf die Beine treibt. Es ist noch nicht mal sieben Uhr und noch etwas frisch draußen. Ich schlüpfe erst mal in die langen Sachen.

Kristina macht Ihr morgentliches Bad und ich das Frühstück.

Obwohl alle, mit denen wir gequatscht haben, hier von der Küste so geschwärmt haben, wollen wir weiter. Vielleicht liegt es aber auch an dem Platz. Der ist zwar wunderschön, doch eher was für Caravan & Co.

Das Packen ist echt schon ein Klacks. Mittlerweile strahlt der Planet schon am Himmel und ich stehe beim Zeltabbau schon im eigenen Saft. Mit gewohnten Handgriffen landet alles wieder an seinem Platz und ist sicher verstaut.

Schon kurz nach neun fahren wir bei der Rezeption vor, um noch zu bezahlen. Das erste Stück geht es auf die Bundesstraße. Nach nur wenigen Kilometern wird es uns dort aber langweilig.

Versuchen irgendwie zur Küste zurückzukommen. Der Grund, warum es keine Straße direkt am Meer entlang gibt, wird uns dann erst später klar. Weder in unserer Karte, noch im Navi ist das große militärische Sperrgebiet eingezeichnet. Eine schmale Straße finden wir dann doch. Sie geht zwischen den Sperrschildern und Zäunen raus zum Meer. Stellt sich dann zwar auch als Sackgasse heraus, aber für eine Pause in Strandnähe doch gut genug.

Wieder zurück gelangen wir auf die alte SS125 die schon kurzweiliger zu fahren ist als ihre modernere Schnellstraßenschwester.

Unser Moped verlangt langsam mal wieder nach Treibstoff. Immer wieder gibt es mittlerweile ein Art Umgehungsstraße um die Ortschaften. Also bleibt uns nur auf gut Glück in eine Ortschaft abzufahren. Einmal quer durch, aber keine Tanke! Beim Wenden fragen wir ein paar Herrschaften auf dem Gehweg. Freundlich wird uns mit Handbewegung zu verstehen gegeben, am anderen Ende gibt es ESSO.

Wirklich am Ende gibt es eine Tankstelle. Also Spritfass erst mal auffüllen. Werfen noch einen Blick auf die Karte. Wir wollen noch bis kurz vor Arbatax, um einen schönen Platz zu finden, von wo aus man mehrere Tagestouren in die angrenzenden Berge und Naturpark machen kann. Hoffentlich gibt es dort wieder angenehmere Plätze als unseren Letzten.

Weiter geht´s. In Bari Sardo suchen wir den Abzweig zu einem Campingplatz, den ich Zuhause schon bei der Vorbereitung, gefunden habe. Ein Wegweiser schickt uns kurz vor Torre di Bari von der Straße ab auf eine Sandpiste parallel zur Küste, an deren Ende, unweit vom Meer in einem Eukalyptushain, der Campingplatz liegt.

Punktlandung! Es ist fünf vor Zwölf und die Anmeldung hat gerade noch so offen. Kristina ist mittlerweile sprachlich schon ein halber Italiener und fragt nach den üblichen Sachen.

Bevor wir uns entscheiden gehen wir aber noch eine Runde über das Gelände. Muss ja wohl ausgesucht sein, es soll ja für ein paar Tage unsere Basis werden.

Macht einen angenehmen Eindruck. Wir bleiben. Es gibt eine Bar, einen kleinen Laden, die Waschräume mit Warmwasser und alles schön gepflegt und sauber.

Da nicht sehr viel los ist, wird in der Nähe der Rezeption, aufgebaut. Kurzer Weg für alles und tagsüber hat jemand einen Blick auf unsere Burg, wenn wir auf Tour sind.

Der Strand ist auch gleich vor der Tür, was Kristina auch schon testet.

Machen uns erst mal einen faulen Nachmittag.

Später wollen wir noch mal los, die nähere Umgebung erkunden. Als erstes das kleine Stück nach Torre di Bari wo es eine kleine Promenade mit Blick auf den alten Wehrturm gibt. Uns kommt die Idee, die Roten Felsen von Arbatax anzuschauen. Doch schon kurz nach Bari Sardo machen wir einen Abstecher den Berg hinauf. Von da aus hat man einen wundervollen Blick nach Arbatax und man sieht schon ein paar vereinzelte rote Felsen.

Am Ortseingang von Tortolli folgen wir noch mal einen Wegweiser “Marina”. Kommen eine kleine Uferstraße entlang, wo sich Bademöglichkeiten und Bars aneinander reihen. Ein paar Kilometer später finden wir einen einzelnen roten Felsen, der kurz vor dem Strand im Meer steht.

Zurück in Tortolli verfahre ich mich. Ein kurzer Stopp um uns zu orientieren. Es geht ein kleines Stück zurück, um den Abzweig nach Arbatax zu nehmen. Vorbei am Hafen sieht man schon das Ende der Straße. Sind schon dabei umzukehren. Dann hinter einem Gebäude tauchen die echten roten Felsen von Arbatax auf. Am Parkplatz gibt es natürlich einen Fotostopp.

Es ist schon später als eigentlich geplant. Also zurück Richtung Campingplatz. Zuvor aber noch in den Supermarkt. Kaufen Fleisch, Pilze, Zwiebeln und Feierabendbier.

Am Abend machen wir dann unser leckeres Essen. Bei angenehmen Temperaturen sitzen wir noch eine ganze Weile vor dem Zelt und freuen uns auf die nächsten Tage hier.