Team O.i.D. auf Reisen

Team O.i.D. auf Reisen

Wenn einer eine Reise tut

Falls wir mal größer fortfahren, dann seht ihr es hier.

Tag17

Sardinien 2015Posted by Markus Mon, January 11, 2016 18:18:32

Tag 17: 17.05. 226km (3420km)

Abfahrt 12:00Uhr

Tour vom Platz aus

-Tortolli-SS125 bis Dorgali-Valle di Laneitu-Orgosolo-Portobello- Lanusei-Bari Sado-

Spät in der Nacht kam dann doch der Regen. In Windeseile schnell unsere Motorrad-klamotten, die auf dem Platzeingenem Wäscheständer hängen, ins Zelt packen und wieder rein. Alles noch trocken abbekommen. So um sieben Uhr in der Früh gießt es dann mal richtig. Wir bleiben noch liegen. Später wird es dann aber wieder besser und es gibt Frühstück ans Bett. Am Vormittag ist der Himmel noch grau und Wolken verhangen. Da noch Niemanden so nach Aufbruch ist, gehen wir mit Marion und Jürgen noch einen Cappuccino trinken. Die Männer unterhalten sich über Mopeds und die Frauen über was sich Frauen so unterhaltenJ

Als dann so um Elf Uhr die Sonne raus kommt, machen die Mädels!! voll den Streß, sie wollen Moped fahren. Da uns gestern das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, versuchen wir es Heute eben noch mal ins Valle di Laneitu. Um den verspäteten Start etwas aufzuholen fahren wir wieder über die SS125 nach Dorgoli. Über der Passhöhe hängen auch noch dicke Wolken und teils ist der Ashalt noch naß. Nach dem Scheitel machen wir Pause auf einen Parkplatz, von wo aus man einen herrlichen Ausblick auf die andere Seite der Goroppu Schlucht hat.

Von dort aus stetig bergab geht es nach Dorgali, wo wir tanken müssen. Das Wetter wird auch immer besser und auch wieder angenehm warm. An der Tankstelle verstauen wir erst mal unsere Fahrerhemden im Tankrucksack.

Einige Kilometer der Straße entlang kommt dann der Abzweig ins Valle di Laneitu. An einer Wandertafel machen wir uns noch “schlau” bevor es in den Taleingang hinein geht. Nur ein kurzes Stück Asphalt und dann beginnt der Schotter. Kaum an Höhe gewinnend führt der Weg über einen breiten Talboden, eingerahmt von fast senkrechten Falswänden, weiter in die Bergwelt.

Angelangt am Infocenter machen wir erst mal halt und eine kleine Pause.

Trotz der wundervollen Landschaft sind wir den Trubel nich mehr gewohnt. Es ist Sonntag und einige Ausflügler sind auch hier. Die letzten Tage waren wir völlig alleine in den Bergen. Schon kurz nach dem Halt kommt schon eine Naturpark-angestellte auf uns zu, um Ihre geführten Touren an den Mann zu bringen. Wir fragen zwar interessiert nach, lehnen dann aber danken ab, mit der Ausrede unsere Motorradstiefel seien nicht zum Wandern geeignet. Kaufen den Damen aber noch zwei Espresso ab und setzten unseren Weg auf der wieder zurück führenden Ringstraße fort. Etliche Wege, die zu einem Abstecher einladen, lassen wir aber auf Grund der vielen Wanderer und daraus eventuell entstehenden Konflikten, links liegen und fahren auf die Hauptstraße zurück.

Da jetzt noch etwas Zeit ist wollen wir das Supramonte Massiv noch fertig umrunden. Die Straße führt nach Orgosolo mit seinen herrlichen malereien an den Hausfassaden. In einer Gasse bleiben wir stehen um einige davon aus der Nähe zu betrachten. Man sieht Gewalt, Unterdrückung aber letzlich auch die Unabhängigkeit vom Festland. Beeindruckende Bilder!

Von Orgosolo führt uns die Straße wieder hinauf in die Hochebene, immer mit Blick auf das Supra Monte. An einer Kreuzung entscheiden wir uns mal wieder für die Nebenstraße. Diese führt kurze Zeit später an einem See entlang, wo wieder der ganze Bauernhof auf der Straße ist.

Dem Navi folgend Richtung Lago di Flumendosa, stehen wir auf einer Brücke mal wieder vor einem geschlossenem Tor. Diesmal fahren wir aber durch und machen artig hinter uns wieder zu. Die Straße wird immer schmäler und kleiner, führt aber laut Karte im Navi direkt auf die Hauptstraße. An einem Bauernhof vorbei kommt die Straße schon in Sichtweite. Nur die Auffahrt auf selbige ist noch etwas rätselhaft. Letztendlich stellen wir fest, daß uns eine Böschung und ein Weidezaun an der Auffahrt hindern. Also steigt Kristina kurz ab, um den Maschendrahtzaun von der Leitplanke zu flechten und ich holpere den Hang hinunter. Danach wieder schön fest tüdeln und weiter gehts.

Nach dem Lago di Flumendosa kommt ein Bahnübergang mit einem nicht mehr in Betrieb befindlichem Bahnhof. Dort gibt es jetzt aber eine Bar, wo wir uns noch einen Cappuccino gönnen. Von dort folgen wir der uns mittlerweile schon fast Hausstrecken ähnlichen Straße über Lanusei nach Bari Sado.

Zurück im Camp heißt es noch kurz in den Lebensmittelladen. Wir kaufen Feierabenbier und Semmeln zum Frühstück. Kristina geht zum baden wärend ich mal unser Moped durchschaue. Danach heißt es Duschen, bevor es leckere Nudeln mit dem restlichen Tomatensalat gibt. Zwischenzeitlich hatten wir noch Besuch von einem neuen Gast, der uns sprichwörtlich zuquatscht und den Ausstieg verpasst. Kristina flüchtet schon mal alleine zum abspülen. Irgendwann bekommt er dann doch die Kurve und wir machen es uns noch vor dem Zelt bei einem Glas Wein gemütlich.

Wieder eine tolle Tour!