Team O.i.D. auf Reisen

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Wenn einer eine Reise tut

Falls wir mal größer fortfahren, dann seht ihr es hier.

Tag19

Sardinien 2015Posted by Markus Tue, January 12, 2016 18:16:41

Tag 19: 19.05. 264km (3840km)

Abfahrt 10:30Uhr

-Bari Sado-Orosei-Budoni-Olbia-

Die letzte Nacht in unserem Basislager haben wir gut verbracht. Starten mit den gewohnten Ritualen in den Tag. Nach dem Frühstück fangen wir langsam an, unseren Sachen wieder zu sortieren und am Moped zu verstauen.

Heute geht es ja leider zurück nach Olbia, von wo wir Nachts nach Livorno übersetzen wollen. Die Idee die Fähre nach Genua zu nehmen, um weiter westlich Richtung Heimat zu gelangen, werden vom Wetterbericht für den Alpenhauptkamm zu nichte gemacht. Die Alpen sind aber noch ein ganzes Stück weg und so wollen wir noch den Rest der Insel und das schöne Wetter genießen.

Kurz bevor wir losfahren verabschieden wir uns noch von Marion und Jürgen. War richtig nett mit den beiden. Über die SS125 geht es, heute mal bei schönen Wetter, ein letztes Mal über die Berge. Wehmütig Blicken wir zum Abschied noch einmal hinüber in die Hochebene, wo es uns super gefallen hat und auch traumhafte Strecken zum Endurowandern gibt. Ein Stück unterhalb vom Pass halten wir noch an einer regionalen Käserei. Ein Mann, der gerade damit beschägtigt ist die Bretter auf denen der Käse reift zu säubern, lässt uns erst mal probieren. Es gibt Schafs- und Ziegenkäse. Es schmecken beide sehr gut. Der Ziegenkäse scheint uns für unser Transportmittel etwas besser geeignet, da er etwas härter ist, worauf er uns die Hälfe vakuum einschweißt. Die andere Hälfte nur in Papier gewickelt, die wird wohl besten Falls den heutigen Abend erleben. Auf der Passhöhe gibt es noch einen kurzen Abstecher mit einer kleinen Pause.

Nach Dorgali enden dann auch die Berge und die Landschaft bekommt wieder ein ganz anderes Bild. Nur noch sanfte Hügel, dafür aber auch wieder mehr Bäume. Es ist auch wieder wärmer. Bei der Spiaggia Fuile e´Mare machen wir eine Pause. In weiser Voraussicht haben wir Semmeln im Gepäck, die prima zu dem Käse passen. Als Nachtisch gibt es noch eine Orange.

Nach ungefähr einer guten halben Fahrstunde kommen wir zur Spaccia Berchida. Dieser Strand wird in unserem Reiseführer als einer der schönsten der Insel gelobt. Die Zufahrt erfolgt über eine ca. 5 Kilometer lange Sand- und Schotterstraße. Wieder ganz ungewohnt mit dem ganzen Gepäck auf losem Untergrund. Der Weg endet wirklich am Strand. Also ganz ehrlich, der schönste??? Naja, ist schon schön aber …..Egal, es gibt sehr viel schöne Strände auf der Insel.

Ein Stück später, in Budoni, wollen wir wenigstens noch ein Eis essen oder Eiskaffee trinken. Direkt an der Hauptstraße findet sich dann auch eine Eisdiele. Setzten uns auf die Terasse und bestellen zwei Eiskaffee. Nebenbei kann man herrlich den anderen Leuten zuschauen. Unser Getränk schmeckt sehr lecker. Als ich dann an der Theke bezahlen will, falle ich fast um. Die Frau sagt, sie bekomme 16,00€!!! Für ein Drittel weniger konnte man die letzen Tage in den Bergdörfern Getränke plus Essen bekommen. Naja, die Nähe der Costa Smeralda scheint sich schon spürbar zu machen. Was mich aber fast mehr zum Nachdenken bringt ist, was kostet es denn hier im August?

Es ist zwar erst Nachmittag, aber um beruhigter zu sein wollen wir doch erst mal zum Hafen und die Überfahrt klar machen. Dort angekommen, heißt es noch ein wenig warten bis der Schalter der Fährgesellschaft öffnet. Bei der Rückfahrt gibt es dann auch wieder eine Kabine für uns.

Da noch Zeit ist, fahren wir noch mal zum Golf Aranci. Könnten ja noch Pizza Essen gehen. Hier oben ist wirklich neben der Saison tote Hose. Man findet kaum ein Lokal was geöffnet hat. Nach etwas Suchen findet sich dann doch eine Pizzaria, dachten wir. Beim Bestellen stellt sich dann heraus, dass es doch nur Panini gibt. Schade! Auf weitersuchen haben wir dann auch keine Lust und bleiben. So richtig satt sind wir nicht. Dann muss eben noch der Supermarkt herhalten. Die letzten Packreserven werden ausgenutzt, um noch Essen und Trinken für die Fähre unter zu bekommen. Selbst in den Jackentaschen steckt eine Flasche Bier und oben auf dem Tankrucksack unter dem Spanngummi landet die Chipstüte. Wir verbummeln dann noch ein wenig an der Küstenstraße und dann geht es zum Hafen. Dort angekommen ist unser Moped das Letzte in der Warteschlange.

Pünktlich beginnt das Einschiffen und danach gleich erst mal auf die Kabine unsere Sachen verstauen. Anschließend geht es noch auf Schiffsbesichtigung. Schländern durch das Selbstbedienungsrestaurant und um danach noch am Seitendeck ein wenig Abendstimmung einzufangen. Und wen sehe ich, als ich die Tür nach draußen öffne? Den Ulmer mit seiner Frau. Beide kucken im erstem Moment genau so dumm wie ich! Dieses Mal ist es aber eine ganz nette Unterhaltung. Beim Blick über das Hafenbecken wird uns langsam klar, dass wir dann doch die Insel verlassen. Auch das schöne Wetter wird uns nicht weiter begleiten.

Zurück auf der Kabine gehen wir erst mal Duschen. Danach gibt es Ciabatta, Ziegenkäse und feine italienische Salami. Anschließend heißt es noch Hausaufgaben machen und ein wenig faulenzen.

Der Tag war wieder herrlich und die Inselumrundung ist jetzt auch komplett.