Team O.i.D. auf Reisen

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Wenn einer eine Reise tut

Falls wir mal größer fortfahren, dann seht ihr es hier.

Tag3

Sardinien 2015Posted by Markus Sun, January 10, 2016 16:36:40

Tag 3: 03.05. 382km (1062km)

Abfahrt: 9:45Uhr

Malchesine-Verona-Modena-Luca-Pisa-Livorno

Die Nacht war gut, obwohl es etwas geregnet hat. Machen erst mal in Ruhe Kaffee und Frühstücken. Unser Zelt ist mittlerweile auch trocken und wir können packen.

Heut haben wir trotz Urlaub einen Termin!

Eine Woche vor Start unserer Reise haben wir uns für die Fähre von Livorno nach Olbia entschieden und für die Nachtüberfahrt gebucht. Mit Kabine!

Heute wollen wir der SS12 an ihr südliches Ende folgen. Aber erst heißt es mal hier wegkommen. Die Fahrt von Malchesine nach Verona (43km) dauert fast zwei Stunden. Der Gardasee kann so schön sein, wenn nicht gerade irgend ein langes Wochenende ist und halb Süddeutschland hier Urlaub macht.

In Verona verpeile ich irgendwie die Umgehungsstraße und wir bollern einmal komplett durch die Stadt. Was sich aber als Kinderspiel im Gegensatz zu den 43km vorher herausstellt.

Ein Stück nach Verona machen wir an einem Feldweg erstmal Frühstückspause. Trockenfleisch+Salami! Lecker…….

Auf der Strecke nach Modena macht man zwar gut Meter aber die Abwechslung hält sich in Grenzen. Po-Ebene halt!

In Modena herrscht an einer Kreuzung kurz Unsicherheit bis wir die SS12 wieder finden.

Keine 10 km nach der Stadt- die ersten typischen Bilder der Toskana. Weiche Hügel mit Pinienalleen und einsamen Weingütern. Herrlich! Gleich mal fotografieren. Noch nicht mal richtig angehalten, stoppt ein Auto bei uns. Ein älterer Herr im schwarzen Anzug und kreuzförmigen Anstecker erklärt uns auf italienisch irgend etwas vom Rauchen, fragt ob wir eine Panne haben, um anschließend in 16 Zügen mitten auf der Straße im Verkehr zu wenden und wieder zu fahren? Eigentlich war er ganz nett, aber auch irgendwie komisch.

Langsam aber stetig steigt die Straße zum Passo Abetone hinauf. Auch die Straße wird schmäler, ein wenig schlechter und alpiner. Mopedstraße eben!

Oben am Pass machen wir Fotopause. Im Kaffee sitzen ein paar einheimische Motorradfahrer die uns ganz genau mustern. Hmmmmm…..noch nie zwei auf ´nem Kampfelefanten gesehen!?

Der Stop ist nicht all zu lang. Obwohl schönes Wetter, ist es doch etwas frisch hier oben (ca. 1600m). Es ist auch schon fast drei Uhr und wir haben doch noch einen Termin!

Bei der Abfahrt auf der anderen Seite ist die Straße noch feucht bis nass. Hat anscheinend kurz vor uns noch geregnet. Mal Glück mit dem Wetter gehabt!

Auf der Südseite wird die Gegend einsamer und „wilder“, tolle Landschaft. In Luca machen wir unser Spritfass wieder voll. Und weiter geht’s. Die Frage von Kristina, ob ich noch irgendwo einen Kaffee trinken will, beantworte ich mit „ja“ und fahre aber trotzdem an allen Cafés vorbei. Keine Ahnung was mich da geritten hat.

Nach Luca geht es noch einmal kurz über eine kleine Bergkuppe. Von dort aus hat man Pisa unter sich liegen. Schatzi entdeckt in der Ferne den schiefen Turm. Kurz entschlossen wollen wir dort mal hin fahren. Was sich aber als gar nicht so leicht herausstellen wird.

Wer denkt man braucht nur nach Pisa hinein zu fahren, einem Wegweiser folgen, um an die Sehenswürdigkeit zu gelangen, der hat Recht!? Aber eben nur bis zur nächsten oder übernächsten Kreuzung, dann steht nix mehr. Toll! Das ganze Spiel zwei, drei Mal und dann raus aus der Stadt. Wir kommen ja am Heimweg vielleicht nochmal vorbei und haben dann mehr Zeit. Fahren raus aus Pisa weiter Richtung Livorno.

Der Plan ist vor der Fähre noch etwas zu Abend essen. Doch auf einmal sind wir schon auf dem Zubringer zum Hafen. Auch gut. Dann holen wir eben erst noch unsere richtigen Tickets und gehen dann noch was Essen. Vor den Hafengebäuden steht doch dann tatsächlich ein bepacktes Motorrad. Und ich dachte schon wir sind die Einzigen!?

Während Kristina die Tickets holt, quatsche ich etwas mit dem Seelenverwandten Tourenfahrer. Kurz danach haben wir die Fahrscheine in der Hand und wollen noch mal in die Stadt zum Essen. Wäre der Hafen nicht eingezäunt, könnte man von dort aus gleich in die Altstadt. So aber fährt man ein kleines Stück herum. Unserer Vorstellung ein Lokal zum außen sitzen mit Moped daneben, wird leider nicht erfüllt. Aussage vom Kellner: es sei noch zu kalt!? Gut, es hat nur 23 Grad. Fahren wir eben wieder zum Hafen! Dort gibt es einen Imbiss, der aber ganz gut war.

Mittlerweile ist es schon kurz vor halb neun. Wir stellen uns in die Motorradschlagen und warten aufs Einschiffen.

Ein „GS Fahrer“, aus Ulm wie sich später herausstellt, quatscht uns an: Zu Zweit… so weit… auf dem Moped…….mit den Reifen……und überhaupt ist meine Frau im Cabriolet in der anderen Warteschlage!!!!????

Was war das???? Egal, in ein paar Minuten sind wird an Bord und ihn los.

Bald geht’s auch los und wir tuckern auf den Kahn. Parkplatzeinweiser sagen wie, wohin mit uns. Klappt prima. Nur schnell die nötigsten Sachen ab, Strick um die Gute (MopedJ ) und dann ab zur Rezeption. Bekommen zügig unsere Zimmerkarte und ziehen auch gleich ein.

Herrlich. Erst mal duschen, dann noch Bierchen und ab in die Falle. War ein toller Tag!