Team O.i.D. auf Reisen

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Wenn einer eine Reise tut

Falls wir mal größer fortfahren, dann seht ihr es hier.

Tag5

Sardinien 2015Posted by Markus Sun, January 10, 2016 16:48:13

Tag 5: 05.05. 252km (1364km)

Abfahrt 9:45Uhr

Tagestour vom Platz aus

-Tempio- Monte Limbara-Lago Canghina-Berchida-Golfo Aranci-Costa Smeralda

Beim Zelten übernimmt man recht schnell den Rhythmus der Natur. Wenn es dunkel ist schlafen gehen, am Morgen bei Zeiten aufstehen. Haben gut geschlafen und freuen uns über das neue Zelt. Hatten vor dem Urlaub wegen Langeweile in der Arbeit und Regensonntage noch nicht mal Zeit zum testen. Das Wetter ist herrlich.

Während ich schon mal Kaffee und Frühstück mache, geht Kristina erst mal baden. Schon bald kommt die Lust auf Erkundung zu gehen.

Wählen eine Rundtour in die angrenzenden Berge. Da ich ja gestern keinen Foto mit hatte, fahren wir heute zusammen noch mal zur Burg hoch. Dann geht es weiter ins Landesinnere. Erst führt die Straße durch Weide- und Ackerland, um nach Tempio, wo wir Pause machen, langsam in ein Tal aufzusteigen. Ein kleiner Schotterabzweig lädt uns zu einem Abstecher an der Talflanke ein. Auf halber Höhe machen wir Stopp. Knippsen und genießen die tolle Landschaft. Gleich neben dem Weg steht überall Dill.

Weiter geht’s zum Monte Limbara. Am Abzweig noch kurz die Karte studiert und rauf geht’s. Die Straße windet sich im unteren Teil mit ettlichen Serpentinen in die Höhe. Im oberen Teil wird sie schmäler, der Belag etwas schlechter, aber immer noch im Wald. Erst kurz bevor wir den Gipfel erreichen machen die Bäume dem herrlichen Ausblick in die umliegenden Berge Platz. Super. Schießen Fotos und Gaffen mal wieder in der Gegend rum!

Es ist mittlerweile Mittag und es hat schon 27 Grad. Kurz vor dem Lago Conghina machen wir Trinkstop aus unserem Camelbag (Trinkrucksack), was hinten draufgeschnallt ist. War auch eine gute Idee den mitzunehmen. Von dort an geht es auf Nebenstraßen durch uralte Korkeichenwälder wieder Richtung Norden. In Berchida ist es dann mal wieder Zeit zum Tanken. Daneben ist auch gleich eine kleine Bar. Was der Anfang unserer Urlaubsgewohnheit werden sollte.

Erst sind wir fast ein wenig traurig, als außen auf der Terrasse kein Platz mehr ist. Als wir dann drinnen feststellen, dass es kühler ist, sind wir froh drum. Es gibt Cappuccino, Cola, Wasser und Panini. Echt lecker und günstig.

Erfrischt und gestärkt geht es weiter. Drehen eine Ehrenrunde in der Ortschaft bis wir die richtige Ausfallstraße finden. Kurz darauf wird die Straße dann zur Schotterpiste. Es scheint als wäre die alte Straßenführung, aber ohne Asphalt, teils noch vorhanden. Immer wieder gehen schmälere Abzweige von der Breiteren, an sich ziemlich geraden Schotterpiste ab, um kurz darauf nach etwas Geschlängel wieder auf Selbiger zu landen. Bei einer der schmalen Abzweige entdecken wir am Straßenrand an einer Felsmauer einen Brunnen. Gleich mal Anker werfen und die Einladung mit der Abkühlung dankend annehmen.

Doch nur ein paar Meter nach der Erfrischung treibt uns eine diesmal sehr ausgeswaschene und steile Auffahrt, zurück auf die Piste, den Schweiß ins Gesicht. Kristina bleibt hinten ganz ruhig und ich vertrau mal auf unsere eher grobe Bereifung und lass Pirelli mal machen. Ging ganz gut, was Vertrauen für mehr machen sollte. Die Piste geht dann noch ein paar Kilometer weiter, bevor sie wieder zu einer Nebenstraße wird. Da wir gestern bei Nebel so gut wie gar nichts von der Fahrt nach Palau gesehen haben, wollen wir dies am Rückweg noch nachholen.

Kurz nach Olbia biegen wir zum Golfo Aranci ab. Schöner Küstenabschnitt, aber alles noch zu. Fast Menschenleer. Weiter an der Costa Smeralda wird die Küste fast noch etwas schöner. Man kommt nur nicht hin. Aus der Ferne kann man die tollen Buchten erahnen, wo im Sommer die „Reichen und Schönen“ ihre Boote hinschaukeln.

Ist ganz nett, muss man aber nicht haben. Am Rückweg noch ein kurzer Stopp in Arzachena um uns mit einer Reserve Gaskartusche auszurüsten. Da im Vorfeld alle einschlägigen Info-Quellen behauptet haben, in Europa sei es kein Problem Schraubkartuschen zu bekommen, waren wir noch recht zuversichtlich.

Versuch Nummer eins in einem Marine Shop. Der freundliche Herr hat zwar keine, verweißt mich aber in einen anderen Laden. Dort angekommen finde ich mich in einem Baumarkt wieder. Der typische Deutsche! Sogar im Urlaub im Baumarkt! Dort gab es natürlich auch nur die üblichen Stechkartuschen. Naja…..wir haben ja noch Gas und am nächsten Platz gibt es bestimmt einen Laden.

Bevor wir zurückfahren noch schnell in den Supermarkt.

Dann am Platz werf ich erst mal unsere Kaffeemaschine an, während Kristina baden geht. Am Abend erleben wir dann mal was es heißt: heute gibt’s Mistral. Ne…..nix zum Essen!

Da pfeift der Straps, aber richtig. Gekocht haben wir dann unsere Nudeln neben den Waschräumen hinter der Mauer. Da wir aber noch nicht so richtig satt waren, und bei dem Wind nicht nochmal kochen wollten, haben wir uns noch eine Pizza aus dem Restaurant geholt. War auch sehr lecker. Den Rest vom Abend verbringen wir dann noch im Zelt.

Schöne Tour, toller Tag.