Team O.i.D. auf Reisen

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Wenn einer eine Reise tut

Falls wir mal größer fortfahren, dann seht ihr es hier.

Tag6

Sardinien 2015Posted by Markus Sun, January 10, 2016 16:54:53

Tag 6: 06.05. 213km (1577km)

Abfahrt: 9:45Uhr

-Palau-Castelsardo-Porto Torres-Alghero-Torre Argentina-Camping Sabba Druche

Der Wind vom Vortag hat sich gelegt. Der Himmel ist leicht bewölkt und die Temperatur genau richtig zum Moped fahren.

Natürlich gibt es erst mal noch in Ruhe Frühstück und Kristina geht noch baden. Dann heißt es wieder alles gut verstauen, da es heute weiter entlang der Westküste gehen soll.

Die ersten Kilometer der Tour kennen wir ja schon vom Tag zuvor. Es geht vorbei am nördlichsten Punkt der Insel, Santa Teresa Gallura. Den Weg zum Hafen sparen wir uns aber und erreichen kurz danach die eigentliche Westküste.

Bei Spaggia di Rena machen wir einen Abstecher direkt an den Strand wo wir kurz pausieren. Dort ist wieder kein einziger Stein zu sehen sondern der ganze Küstenstreifen voller weißem Sand. Sieht Klasse aus.

Bei der Weiterfahrt nach Castellsardo geht es recht zügig über eine gut ausgebaute Landstraße. Halten schon mal langsam nach einer Tankstelle Ausschau.

Fast direkt auf unserem Weg liegt der Rocca di Elefante.

Dort angekommen kurze Pause und Foto vom Steineren Elefanten gemacht. Kurz danach kommt dann auch schon die Reserve Lampe um uns ans Tanken zu erinnern. Aber in Castellsardo gibt es ja bestimmt eine Tankstelle. Der Ort ist eine kleines, verschlafenes Hafendorf mit schönen Häusern und Gassen.

Sogar eine Tankstelle gibt es dort. Also Anker werfen und rein in die Tanke. Na Klasse, es gibt hier nur noch Diesel. Bleifreier Sprit ist gerade aus. Was es alles gibt!

Für knapp 50 km haben wir ja noch Benzin und fahren weiter Richtung Porto Torres.

Die Landstraße dort hin ist eher langweilig, aber eine Tankstelle hat sie! Also wieder Stopp und ran an die Zapfsäule. Erst mal voll gemacht das Spritfass und Kristina rein zum zahlen. Als Sie wieder raus kommt ist Sie etwas irritiert. Der Benzinpreis war viel teuerer als an der Anzeige.

Na klar……….ich hab mal wieder übersehen das ich an die „Servizio“ Säule gefahren bin. Dort kommt üblicher Weise der Tankwart und übernimmt das betanken, was man sich aber auch bezahlen lässt. Beim nächsten Mal an die richtige Säule!

In Porto Torres fahren wir nicht direkt ins Zentrum, sondern weiter nach Alghero.

Bei der Durchfahrt landen wir zufälliger Weise auf der Hafenpromenade. Sehr schöne Stadt und schöner Hafen. Alles rausgeputzt, aber nicht übertrieben auf Nobel gemacht. Gefällt uns.

Direkt nach der Stadt auf der Küstenstraße ändert sich die Landschaft wieder schlagartig! Auf der linken Seite steile, schroffe Berge. Auf der anderen Seite eine wilde Felsküste.

Alle paar Kilometer zum Gaffen der schönen Landschaft angehalten! Da wir uns am Abend zuvor immer mit den Infos aus dem Reiseführer versorgen, halten wir schon seit Alghero Ausschau nach den Geiern, die es hier geben soll.

Mal wieder angehalten zum Staunen der schönen Landschaft und da am Himmel: ein riesiger Vogel!

Tatsächlich, ein Geier nutzt die Thermik der Steilküste und schraubt sich auf der Suche nach Essbarem in die Höhe. Sagenhaft!

Bei meinen Hausaufgaben hab ich schon festgestellt, daß es an der Westküste nur wenige Campingplätze gibt. Um nicht in einer Nachtfahrt zu enden, beschließen wir beim nächst möglichen Platz zu fragen. Die Straße steigt immer wieder ein Stück die Steilküste hinauf um kurz danach wieder hinunter- fast auf Meereshöhe zu kommen. Bei eben solch einer Abfahrt, entdecken wir fast am Strand ein WoMo. Kurz darauf ein Wegweiser zu einem Wohnmobilstellplatz. Bei der Anmeldung packt Kristina wieder all Ihr Italienisch aus, um nach Preis, Restaurant/Bar und kleinem Supermarkt zu fragen. Die Frau grinst nach einiger Zeit und sagt auf DEUTSCH:

Sie haben so schön italienisch gesprochen, da wollt ich nicht unterbrechen. Kurz um, wir bleiben. Es gibt zwar nur eine Strandbar und keinen Laden, obwohl wir eine Gaskartusche bräuchten, aber der Platz ist herrlich! Direkt am Meer und außer uns nur noch ein kleiner VW-Bus.

Ich baue mal, bei einem Ichnusa (sardisches Bier), unser Hotel auf und Kristina kontrolliert den Zustand vom Meer. Danach geht’s zur Strandbar. Heute ist mal wieder unser Mittag ausgefallen und wir haben Hunger. In der Bar gibt es aber nur Nudelgerichte und Baguette´s. Beides wird probiert, schmeckt auch!

Uns ist noch nach einem Wein für den Abend. Kurzer Hand den Kellner bequatscht. Der gibt uns eine Liter Karaffe Rotwein mit, mit der Bitte, diese am Morgen wieder zu bringen und hat auch Weißbrot.

Der Abend und Frühstück ist gesichert!

Anschließend sitzen wir noch mit Vino della Casa am Zelt und genießen den Abend mit herrlichem Sonnenuntergang über dem Torre di Argentina.

Wieder ein schöner Tag mit tollen Eindrücken.