Team O.i.D. auf Reisen

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Wenn einer eine Reise tut

Falls wir mal größer fortfahren, dann seht ihr es hier.

Tag9

Sardinien 2015Posted by Markus Sun, January 10, 2016 17:30:12

Tag 9: 09.05. 153km (2029km)

Abfahrt 10:00 Uhr

-Camping Scoupadux-Buggeru-Isola di Antioco-Camping Porto di Teulada-

Die Nacht war angenehm. Nun gibt es erst mal in Ruhe Frühstück. Der Himmel zeigt sich leicht bewölkt und trotz des Eukalyptuswaldes kommt ein wenig Wind auf.

Beim Packen herrscht mittlerweile Routine und so geht es recht flott, bis wieder alles auf dem Moped pistenfest verstaut ist.

Heute wollen wir erst mal dem Küstenstreifen folgen, um später über eine ca. 25 km lange Schotterpiste, die etwas im Landesinneren liegt, fahren.

Vor der Abfahrt unterhalten wir uns noch mit den GS-Nachbarn, tauschen noch ein paar Streckentipps aus und verabschieden uns.

Das Stück Piste vom Platz weg ist uns ja von den letzten beiden Tagen bestens bekannt. Ein Stück danach treffen wir auf die SS126, die uns über eine tolle Passstraße Richtung Iglesias bringt.

Wieder an der Küste gibt es gleich einen Abstecher zum Capo Percora, dass an sich eine schroffe Felsküste hat. Beim Blick nach Süden sieht man wieder einen tollen, riesigen Sandstrand mit glasklarem Wasser.

Ein paar Kilometer später erreichen wir dann Buggeru, dass herrlich um einen Meereseinschnitt in die Steilwand der Berge gebaut ist.

Von dort steigt die Straße wieder etwas hinauf und verläuft ein wenig abseits der Küste. Der Wind wird auch langsam stärker. Kurz darauf geht die Strecke wieder ein kleines Stück der Küste entlang, um bei Gonessa wieder etwas auf eine Anhöhe zu steigen, etwas im inneren des Landes. Ein Pausenabstecher lässt uns bei einer Nuraghenstätte landen. Eigentlich keine Absicht, aber schon ein imposantes Bauwerk. Besichtigung war nicht möglich, da gerade Arbeiter damit beschäftigt waren, Frühjahrsputz zu machen. Diese Steinhügel stehen ja immer auf einer Anhöhe. Hier pfeift es jetzt richtig. Suchen uns Windschatten hinter einer Kakteen-hecke. Aber wenigstens ist es warm. Jetzt wissen wir auch, was es heißt, heute ist Mistral!

Von dort bollern wir weiter Richtung San Antioco. Immer wieder super Küstenstreifen und dahinter die Berge.

Die Straße auf die Halbinsel San Antioco führt über einer Art Damm. Dort ist man dem Wind völlig ausgesetzt. Obwohl es geradeaus geht, fahren wir in Schräglage. Dann kommt plötzlich wieder der Windschatten von ein paar Schilfpflanzen, die fast bis an die Straße gehen und man hat zu tun, nicht im rechten Winkel in die Botanik abzubiegen! Das nervt!!!

Angekommen am anderen Ende halten wir erst mal an. Hatten eigentlich vor die Halbinsel zu umrunden. Doch bei dem Wind, der uns um die Ganze Insel begleiten wird, haben wir irgendwie echt keinen Bock. Also umkehren und wieder auf die andere Seite. Das Stück Küste fehlt uns jetzt. Naja, wir werden es verkraftenJ

Auf halber Überfahrt entdeckt Kristina die ersten Flamingos in den Salzlagunen. Machen kurzen Fotostopp neben der Straße.

Unsere Fahrt geht weiter Richtung Costa del Sud. So langsam brauchen wir auch mal wieder eine Tankstelle.

In San´t Anna Arresi gibt es auch gleich eine. Sogar mit dazu gehöriger Bar. Was braucht man mehr. Bei Cappuccino und Panini machen wir schön Pause. Plötzlich spricht uns ein Pärchen vom Nachbartisch auf deutsch an, ob wir aus Bayern sind?!

In der Unterhaltung stellt sich heraus, dass die beiden zwar waschechte Sarden sind, doch 15 Jahre in München gearbeitet hatten. Er liebt seit dem die Biergärten und hatte nix besseres zu tun als, nach seiner Rückkehr, eine Kneipe mit kleinem Biergarten und AUGUSTINER BRÄU! zu eröffnen. Und….der Laden läuft!

Gestärkt und erholt zieht es uns wieder auf die Sitzbank. Unser Plan ist doch nicht ganz bis zur Costa del Sud zu fahren, da wegen der Küste dort bestimmt auch wieder Wind ohne Ende ist. Die Strecke führt etliche Kilometer an einer Nato- Übungsplatzgrenze entlang. Schade, wie Zuhause, hinter dem Zaun gäbe es aller Hand schöne Strecken. Egal, die gibt es hier auch außerhalb genügend.

Am anderen Ende der Anlage liegt, etwas im Windschatten vom Berg wie ich hoffe, Porto di Teulada mit einem Campingplatz in der Nähe. Als wir an der Einfahrt ankommen, es ist erst Nachmittag, haben wir Zweifel ob die Anmeldung besetzt ist. Kristina dreht erst mal zu Fuß eine Runde über den Platz, während ich beim Moped und der Rezeption warte. Kurz darauf zurück, meint Sie es ist ein schöner Platz mit windgeschützten Parzellen zwischen Eukalyptusbäumen. Es kommt auch gleich ein netter Herr und nimmt geduldig und freundlich unsere Fragen nach dem Preis und Ausstattung entgegen. Schnell sind wir uns einig und beziehen Stellung. Windgeschützt und nahe der Sanitärgebäude wird aufgebaut und Kristina geht nach zwei Trockentagen endlich wieder baden. Ich mach schon mal Kaffee. Vom Schwimmen zurück, schwärmt Sie von so einem tollen Strand. Kurz darauf, mit Foto bewaffnet, gehen wir noch mal zum Strand.

Wie aus dem Bilderbuch! Eine halbmondförmige Bucht, türkises Wasser, davor ein kleines felsiges Eiland. Klasse!

Am kleinen Kiosk gibt es noch das Nötigste für den Abend und das Frühstück. Kochen uns noch eine Kleinigkeit, aber schon ausnahmsweise in langen Klamotten. Der Wind hat aufgefrischt. Aber hier ist es noch erträglich.

Ich will gar nicht wissen, wie es da draußen weht! Es wird trotzdem noch ein gemütlicher Abend.

Ein schöner Tag geht wieder zu Ende.