Team O.i.D. auf Reisen

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Wenn einer eine Reise tut

Falls wir mal größer fortfahren, dann seht ihr es hier.

Tag16

Sardinien 2015Posted by Markus Mon, January 11, 2016 18:12:00

Tag 16: 16.05. 183km (3194km)

Abfahrt 9:30Uhr

Tour vom Platz aus

-Tortolli-Passhöhe-Talana-Villagrande-Lanusei-Antennenberg-Gairo Vecchio-Jerzu-Campingplatz

Für heute ist Regen gemeldet. Die Nacht war noch windig. Kristina geht aber trotzdem erst mal Baden, bevor wir in aller Ruhe Frühstücken.

An der Rezeption erfahren wir, dass auch das geplante Fest in Bari Sardo wegen dem vorhergesagten Wetter abgeblasen wurde. Schade, wollten evtl. auf ein Bierchen hin.

Der Blick zum Himmel ist aber gar nicht so schlecht und Lust auf den Regen tatenlos zu warten haben wir auch nicht.

In unseren Routen, die ich Zuhause ausgearbeitet habe, steht noch das Valle di Laneitu aus. Wir wollen es trotz der Vorhersage probieren und fahren los.

Um ein wenig Meter zu machen nehmen wir die uns bereits bekannte SS125 Richtung Dorgoli. Etwas unterhalb der Passhöhe beginnt es dann doch zu regnen. Beim Rundblick fällt auf, zur Küste hin und westwärts ist das Wetter besser. Dann schlagen wir eben eine andere Richtung ein.

Ein kleines Sträßchen bringt uns wieder nach Talana. Dort nutzen wir die Gelegenheit um noch mal in die Bar von vor ein paar Tagen zu gehen und bestellen wieder unser bekanntes Gedeck. Da es abgekühlt hat und der Himmel auch hier nicht so freundlich aussieht nehmen wir innen Platz. Heute ist die Bar gut besucht. Einheimische sitzen bei Bier und ratschen. Es ist eine angenehme Atmosphäre. Unser Vorhaben über den Berg zum Lago Flumendosa zu fahren, endet mit dem Schritt vor die Tür und dem Blick in dessen Richtung. Weiter oben hängt alles in Wolken und es regnet.

Unser Blick streift wieder rund herum um eine neue Richtung zu finden.

Südlich scheint es besser zu sein. Wir fahren nach Lanusei. Marion und Jürgen haben uns einen Tipp in dieser Gegend gegeben. Zwar ein wenig unvorbereitet, aber mit der Beschreibung im Kopf, folgen wir unserer Nase. Nur ein paar Kilometer nach Lanusei finden wir die Schotterstraße im Wald auf den Antennen Berg. Die Auffahrt ist gut zu fahren und auch nicht allzu steil. Oben kommt man wieder über die Bäume und hat eine super Aussicht in alle Richtungen. Machen ein wenig Pause und glotzen.

Hinunter geht es auf dem selben Weg um anschliessend der Straße zu folgen. Nach kurzer Fahrt erreichen wir Gairo Vecchio. Das Städtchen ist seit Jahrzehnten verlassen, da der Berghang an dem die Ortschaft steht, sich in Bewegung setzte.

Seitdem ist sie verlassen und man blickt auf ein echtes Geisterdorf. Die meisten der Dächer sind schon eingefallen. Fenster gibt es auch keine mehr in den Häusern. Aber man findet noch die Straßennamen, Hausnummern und eben alles was man sonst so im Dorf hatte. Ein traurig schöner Anblick.

Die Straße bringt uns weiter nach Jerzu. Ein Schild, für Motorräder bestimmt, schickt uns nach dem Ortseingang von der Hauptstraße ab, in die Gassen der Ortschaft. Teils verdammt steil und im Neunzig Gradwinkel geht es ganz eng durch die Häuserschluchten. Bloß gut, dass es eine Einbahnstraße ist!

Von dort aus geht es wieder talwärts und die Temperatueren steigen auch wieder. An einer Kreuzung entdeckt Kristina noch blühende Kakteen dir wir ablichten. Anschließend führt uns unsere Acht wieder nach Bari Sardo, wo mal wieder der Besuch im Supermarkt ansteht. Wir decken uns mit einer Brotzeit und etwas Salat für den Abend ein.

Zurück im Camp gibt es erst mal Kaffee und eine Kleinigkeit zu Essen. Gerade als wir fertig sind, kommt Jürgen herüber und fragt uns, ob wir Lust hätten, heute bei Ihnen mit zu Essen. Die Einladung nehmen wir natürlich gerne an. Jürgen macht eine riesige Pfanne Nudeln mit lecker gebratenem Gemüse.

Um nicht ganz leer zu kommen, hat Kristina noch den nachmittags gekauften Salat gemacht, den wir beisteurern. Natürlich wandert auch das ein oder andere Getränk über den Tisch, während wir über Benzin und die Welt plaudern.

Es ist spät geworden. Duschen gehen ist heute ausgefallen. Anschließend sitzen wir noch ein wenig im Zelt und machen Hausaufgaben.

Trotz der Ausweichfahrten eine schöne Tour und toller Tag!


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