Team O.i.D. auf Reisen

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Wenn einer eine Reise tut

Falls wir mal größer fortfahren, dann seht ihr es hier.

Tag20

Sardinien 2015Posted by Markus Tue, January 12, 2016 18:21:14

Tag 20: 20.05. 416km (4256km)

Abfahrt 7:30Uhr

-Livorno-Pisa-Firence-Bologna-Modena-Verona-Rovereto-

Die Kabine hat sich wieder gelohnt. Kurz bevor der allgemeine Weckruf los geht, schaukelt der Pott etwas und ich wache auf. Bei der Innenkabine hat man ja keine Fenster, aber der Seegang lässt nicht auf all zu gutes Wetter hoffen. Kurz vor der Ankunft gehen wir noch auf das Seitendeck. Die Wolken hängen tief am Himmel. Es ist aber trocken und mild. Beim allgemeinen Rennen vom Schiff sind wir das erste Motorrad, das von Bord geht. Machen uns auch gleich auf den Weg raus aus dem Hafen Richtung Pisa. Genau, da war doch noch was! Am Ortseingang fällt uns auch gleich wieder das Schild mit dem schiefen Turm ins Auge. Zeit sollten wir auch dafür haben. Es ist ja noch früh am Morgen. Die Beschilderung reicht natürlich wieder nur eine Kreuzung weit. Im kleinsten Dorf im nirgendwo steht ein Wegweiser nach Rom, aber eine Sehenswürdigkeit in einer Stadt können die echt nicht ausschildern! Der morgendliche Berufsverkehr trägt auch dazu bei, dass wir bald keine Lust mehr auf Suchen haben und fahren nach Luca. Kurz nach Pisa halten wir noch für einen Tankstopp. Im Laden holen wir uns auch noch einen Kaffee, es gab ja noch keinen. Die Route auf der SS12 durch die Berge würde uns eigentlich besser gefallen. Doch die Wolken hängen immer tiefer und sind auch schon ganz dunkelgrau. Als es dann auch noch zu Regnen beginnt, ist das Thema eh vom Tisch. Mist, nach zwei Wochen schönem Wetter dann doch in die Regenkombi. Das es fast keine vernünftige Möglichkeit gibt die Berge auf der Landstraße zu umfahren, biegen wir bei Luca gegen all unserer Einstellung auf die Autostrada.

Auf der Höhe von Firenze gibt es erst mal Frühstückspause. Es scheint im Moment so, als ob wir ein wenig Vorsprung vor dem Regen haben. Doch kaum fertig fängt es wieder an zu tröpfeln. Der Blick in die Berge hört schon ganz weit unten auf, da die Wolken so tief hängen. Kurz vor Bologna macht der Regen eine Pause und wir das gleiche. Immer noch das selbe Bild. Alles Wolkenverhangen. Bei Modena Süd ist Schluß mit Autobahn fahren. Dort geht es wieder auf die SS12 Richtung Brennero. Es ist Mittagszeit und uns nach etwas zu Essen. In einer Ortschaft sehen wir eine Pizzaria, die sich beim bestellen als Dönerladen entpuppt. Die Pizza und der Cappuccino aus Plastikbechern haben aber trotzdem geschmeckt.

Da ich die Fahrt mitten durch Verona vom Hinweg noch im Kopf habe, wollte ich vorher eigentlich noch Tanken. Doch bis wir uns versehen, sind wir schon auf der Umgehungsstraße Richtung Trento unterwegs. Auch gut. Nach ein paar Kilometern dann doch halt bei einer Tankstelle auf der Landstraße. Was auch praktisch ist, dort gibt es direkt zusammengebaut eine Bar. Gerade das Motorrad von der Zapfsäule weggeschoben und nach einem Sitzplatz geschaut, beginnt es auch schon wieder richtig zu schütten. Gemütlich bei Cappuccino und Wasser sitzten wir den Schauer einfach aus. Kurz darauf ist sogar die Straße wieder trocken und es geht weiter. Am Eingang zum Etschtal sieht man schon wieder dunkle Wolken und Blitze in einiger Entfernung. Also wieder rein in die Gummihaut. Gleich darauf öffnet der Himmel wieder seine Schleusen und der Wind weht auch wieder straff. Mittlerweile ist es halb sechs. Langsam ist Zimmersuche angesagt. Das leidige Klingelputzen zweier nasser Mopedfahrer beginnt. Man hört mal wieder die tollsten Ausreden. Völlig ausgebucht! Steht nicht mal ein einziges Auto auf dem Parkplatz. Oder, wir haben gar keine Zimmer, obwohl man unter dem Schild “Zimmer frei” gerade parkt!

In Rovereto hat Kristina mehr Glück. In einem Hotel beziehen wir Zimmer und bekommen sogar eine Garage für das Moped. Nutzen erst mal ausgiebig die Dusche und waschen etwas Anziehsachen. Das Ristorante im Hotel scheint zwar ein Inder zu sein, aber wir sind zu faul noch mal los zu gehen. Heute haben wir aber auch ein Glück mit unseren Lokalitäten! Egal, das Essen und der Wein schmecken hervorragend.

Der Service und die Freundlichkeit entsprechen überhaupt nicht, dem was man eigentlich in der Gegend gewohnt ist. Zurück am Zimmer heißt es noch Hausaufgaben machen und gespannt auf das Wetter von Morgen zu warten. Es ist Regen und am Brenner sogar Schnee gemeldet, was uns der Hausherr nach dem Essen noch verraten hat.

Erst mal gut schlafen. Morgen ist Morgen. Trotzdem wieder ein schöner Tag!


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